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In unserer Reihe "Schauspielerinnen aus der Schweiz" wollen wir euch heute Ariane Pochon vorstellen.
Meine Name ist
Ariane Pochon. Ich bin
1984 in Zürich geboren.Ich
bin in einem Dorf nähe Zürich, um genau zu sein, mitten im Wald aufgewachsen. Meine Eltern hatten schon immer Pferde und Hunde. Ich lebte also den „Wendytraum“ aller Mädchen in diesem Alter, in dem ich praktisch auf Pferden gross geworden bin und viel in
der Natur war. Ein perfekter Ort um seine Kreativität wachsen zu lassen. Nach dem Vorkurs an der Kunstschule, hab ich 1 ½ Jahre als
Fotoassistentin gearbeitet.
Nein, ich wollte nicht schon immer Schauspielerin werden. Filme haben mich allerdings schon immer fasziniert. Die Macht der Bilder und der Musik und das man manchmal, wenn der Film im Kino zu ende ist, gar nicht mehr weiss, wo man ist. Vielleicht lag das daran, dass ich als Kind eher zu den Träumern gehörte und es liebte, in Fantasiewelten abzutauchen oder mir welche auszudenken. Mir Filme anzuschauen, war wie eine Sucht. Ich mag es, die Stimmung am Set durch das Making of oder den Out takes auf zu saugen, als wäre ich dabei gewesen.
Die
Aufnahmeprüfung für die EFAS (European Film Actor School Zurich) in Zürich, war mehr ein Vorschlag von einer bekannten Regisseurin. Ich hatte sie getroffen, um mich über ihren Beruf zu
informieren. Sie sagte, dass sie mich als Schauspielerin sieht und nicht hinter der Kamera. Mein Plan war nämlich Fotografie zu studieren und dann nach Berlin zu ziehen, um ein Regiestudium anzuhängen. Abenteuerlustig wie ich bin, habe ich mich kurzerhand für beide Prüfungen angemeldet. Fotografie und
Schauspiel. Drei mal dürft ihr raten, wo ich genommen
wurde. So. damit war die Entscheidung gefallen.
Und es war das Beste, was mir passieren konnte. Ich bin dann direkt nach meiner Ausbildung nach Berlin gezogen. Hier mache ich eine Art Weiterbildung bei zwei Coaches, die Workshops und Einzelunterricht anbieten. Dort lerne ich unglaublich viel. Nicht zu letzt auch, weil ich anderen, erfahrereren Schauspielern beim Training zu sehen darf und ich die Möglichkeit habe, jede Woche mit ganz verschiedenen Menschen zusammen zu spielen.
Schauspielerei bedeutet für mich alles. Das habe ich
im Laufe der Ausbildung gemerkt. Ich kann das nicht in Worte fassen. Es ist einfach das irre Gefühl, „zu Hause“ zu sein, das zu machen was man machen will und bei sich selber zu spüren, dass egal
wie schwierig der Weg ist, man die nötige Energie hat darum zu kämpfen und durch zu halten, weil man ganz einfach schon gar nicht mehr anders kann, geschweige denn, etwas anderes machen
will.
Schauspielerei bedeutet für mich verschiedene Charaktere zu sein ohne sich selber zu verlieren. In Andere hinein zu schlüpfen und einer Figur eine Seele ein zu hauchen.
Rollen die mir so gar nicht ähnlich sind, reizen mich. Es ist aber auch spannend jemanden zu spielen, der Parallelen aufweist und bei dieser Figur Feinheiten zu entdecken. Es reizen mich Rollen, die nicht in unserer Zeit spielen, genau so wie Rollen, die die Gesellschaft von heute zeigen. Es reizen mich Figuren mit Abgründen, Szenen mit hohen Emotionalen Fallhöhen, aber auch unscheinbare Figuren.
Ich glaube jede Figur ist spannend.
Eine gute Schauspielerin ist für mich wandelbar, fantasievoll, kreativ, durchlässig, kennt
sich und ihr „Instrument“, macht von sich aus gute „Angebote“ für die Rolle, hat gewisse Selbstironie, nimmt sich nicht zu ernst, hält Augen und Ohren offen, ist immer gut vorbereitet für das
nächste Casting, offen dem Leben gegenüber, wie ein Schwamm der alles aufsaugt, selbstkritisch, lernfähig, kritikfähig, kann sich während dem Spielen selber und somit auch das Puplikum
überraschen, ausdauernd und bildet sich immer weiter. -Man hat nie ausgelernt und das ist das Spannende.
Ich bin vor allem in Berlin, aber auch Zürich unterwegs.
Wenn man sicher gehen will, dass man mich antrifft, besucht man am besten meine Homepage www.arianepochon.com .