Schwangere Frauen, die in der Umgebung von Katzen oder Nutztieren leben, schützen ihre Kinder damit vor Neurodermitis. Das berichten Forscher der Universität Zürich http://www.uzh.ch mit Kollegen im "Journal of Allergy & Clinical Immunology" . "Da es eine Beobachtungsstudie war, können die genauen Zusammenhänge für den Schutz nicht geklärt werden. Wir fanden jedoch mehrere Umweltfaktoren, die eine präventive Wirkung haben", erklärt die Studienleiterin Caroline Roduit im pressetext-Interview. Katzen-Warnung infrage gestellt Die Forschergruppe untersuchte dazu 1.063 Kinder aus ländlichen Regionen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Finnland, wobei jedes zweite aus einer Bauernfamilie stammte. Diejenigen Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft in der Nähe von Nutztiere oder Katzen gelebt hatten, zeigten ein geringeres Risiko für die Krankheit in den ersten beiden Lebensjahren. "Vorteile ergaben sich auch bei Müttern, die rohe Kuhmilch tranken", berichtet […]
Kinder im Grundschulalter, die nicht gerne Obst und Gemüse essen, kämpfen 13-mal häufiger mit einer funktionellen Verstopfung als ihre Alterskollegen. Auch eine niedrige Trinkmenge steigert das Risiko, berichten Forscher um Moon Fai Chan von der Nationaluniversität Singapur http://www.nus.edu.sg im "Journal of Clinical Nursing". Sie untersuchten dazu Ernährung und Verdauung von 383 Kindern zwischen acht und zehn Jahren in einer Schule in Hongkong. Ständige Verstopfung braucht Abklärung "Verstopfungen sind im Kindergarten, jedoch auch noch im Schulalter häufig", betont Sybille Lunau, Sprecherin der deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin DGKJ http://www.dgkj.de , im pressetext-Interview. Da das Thema für viele Kinder und Eltern mit Scham verbunden ist, brauche ein Kinderarzt mitunter eine Portion Einfühlung, um es anzusprechen. "Ist das Problem chronisch, so untersucht man nach Prüfung der Ernährung und anderer möglicher Faktoren wie etwa Unverträglichkeiten die […]
Zu den am meisten unterschätzten Epidemien gehört die Lungenkrankheit COPD. Das auch als "Raucherlunge" bekannte Atemwegsleiden wird weltweit bei drei von vier Erkrankten nicht erkannt. Selbst in Europa erhalten die Patienten teils kaum die nötige Behandlung. Davor warnt das European Health Forum Gastein http://www.ehfg.org . "Die Politik verkennt die Dimension von COPD. Wenn sie die Krankheit nicht auf die Agenda setzt und Diagnose und Aufklärung verbessert, wird sie für das Gesundheitssystem bald unfinanzierbar", sagt Otto Spranger, Sprecher der Lungenunion http://www.lungenunion.at , im pressetext-Interview. Europa hat 44 Millionen Raucherlungen Chronische Atemwegserkrankungen rangieren unter allen Krankheiten in Europa bereits auf Platz zwei, was Sterblichkeit und Häufigkeit betrifft. Auch die direkten und indirekten Gesundheitskosten belaufen sich alleine in Europa bereits auf 102 Mrd. Euro pro Jahr. Die chronisch-obstruktive Lungenkrankheit (COPD) nimmt dabei den […]
Wissenschaft beginnt, Wirkung illegaler Drogen gezielt zu erforschen Fast 40 Jahre lang hat sich die Wissenschaft gescheut, die therapeutischen Möglichkeiten illegaler Drogen wie Cannabis oder LSD gezielt zu erforschen. Nun haben neue Erkenntnisse aus Tierversuchen und Fortschritte bei Verfahren zur Darstellung von Vorgängen im Gehirn neue Projekte entstehen lassen. Die Folge könnte sein, dass die Regierungen aufgefordert werden, Finanzierung und Spielregeln für derartige Studien neu zu überdenken, schreibt NewScientist. Ignoranz und falsches Tabu "Die bestehende Klassifizierung von LSD war ein Fehler der aus Ignoranz und falschem Tabu heraus gemacht wurde", betont zum Beispiel Amanda Feilding, die Direktorin der Beckley Foundation http://www.beckleyfoundation.org . Diese Entscheidungen seien politisch und nicht wissenschaftlich getroffen worden, betont auch der Psychiater Michael Mithoefer. Trotz vieler Hürden laufen derzeit in Amerika und der Schweiz einige Studien, die das […]