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veröffentlicht in: Gesellschaft
-69.jpgWien  - Noch vor den letzten Besuchertagen im alten Jahr hat das Wiener Haus der Musik http://www.hausdermusik.com bereits eine erste erfolgreiche Bilanz gezogen. "Wir werden die Grenze von 200.000 Besucher auch im Jahr 2009 wieder überschreiten. Ungeachtet der Wirtschaftskrise ist zudem der Umsatz im museumseigenen Shop sehr zufriedenstellend ausgefallen", resümiert Direktor Simon Posch im Interview mit pressetext.

Zehn Jahre Haus der Musik

Pünktlich zu seinem zehnten Jubiläum im kommenden Jahr will das Museum seine Besucher und deren Ohren einmal mehr auf Entdeckungsreise schicken. Neben der erfolgreichen Dauerausstellung ist ein zehntägiges Jubiläumsprogramm im Juni geplant, dass über alle Sparten hinweg konzipiert ist. Zudem wird es Themenschwerpunkte zu den Jahresjubilaren Frederic Chopin sowie dem Gründervater der Wiener Philharmoniker, Otto Nicolai, geben.

Das berühmte Orchester zählt seit Jahren zu den Publikumhighlights des Hauses, wenngleich auch nur in virtueller Form. Seit Eröffnung des Hauses im Jahr 1999 ermöglicht das junge Museum nämlich seinen Besuchern die Philharmoniker per elektronischem Taktstock zu dirigieren. Die Auswirkungen der eigenen Künste können dabei auf einem Bildschirm quasi in Echtzeit mitverfolgt werden. Bei unklaren Anweisungen erntet der Besucher auch schon mal empörte Zwischenrufe der Orchestermitglieder.

Einmal die Wiener Philharmoniker dirigieren

Seit Ende November erwartet die Besucher nun allerdings eine stark verbesserte Version des "Virtuellen Dirigenten". Die Dirigierqualität wurde entscheidend verfeinert, was mehr Flexibilität in puncto Lautstärke und Tempo der Musik betrifft. Auch lassen sich jetzt einzelne Stimmgruppen beim Dirigieren hervorheben sowie deren Melodieläufe in der elektronischen Partitur genau nachverfolgen. Neue Videoaufnahmen mit den Philharmonikern garantieren Full-HD-Qualität auf der Leinwand. Neben Donau-Walzer, Annen-Polka, Mozarts Kleiner Nachtmusik und dem Radetzky-Marsch ist nun auch der ungarische Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms sowie die Orpheus-Quadrille von Johann Strauß zum Dirigieren verfügbar.

"Mit rund 1,5 Mio. Benutzern seit seiner Einführung zählt die Installation sicher zu den erfolgreichsten Projekten, die jemals an einer Universität entwickelt wurden", freut sich Jan Borchers, Professor an der TU-Aachen, im Gespräch mit pressetext. Gemeinsam mit seinem Kollegen Max Mühlhäusler von der TU-Darmstadt zeichnet er für die ursprüngliche wie jetzige Projekt-Entwicklung verantwortlich und sorgt mit seinem Team dafür, dass die Besucher von der aufwändigen Technik möglichst wenig mitbekommen.

Jeder will einmal Dirigent sein

Den Erfolg der Installation erklärt sich Borchers damit, dass die Besucher hier eine Erfahrung machen können, die ihnen sonst in ihrem Leben für immer verschlossen bliebe. "Wer kann es sich schon leisten, als Hobbydirigent einmal schnell die Wiener Philharmoniker für eine Probestunde zu engagieren", so Borchers. Durch die verbesserten Algorithmen sei das persönliche Erlebnis jetzt noch unmittelbarer und realistischer geworden. "Die Besucher haben eben nicht das Gefühl einen Computer dirigiert zu haben, sondern tatsächlich die Wiener Philharmoniker. Das macht die große Faszination aus", meint Borchers

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Montag, 28. dezember 2009 1 28 /12 /2009 10:30
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